Was wenn nicht regional?

Wir kaufen Kartoffeln und Eier aus der Region – aber was, wenn wir etwas habe wollen, das es hier nicht gibt? Saisonarbeiter in der Landwirtschaft haben in vielen Gegenden der Welt noch Hungerlöhne. Aber auch beim Handwerk wissen wir einen guten Betrieb mit motivierten MitarbeiterInnen zu schätzen. Das Lieferkettengesetz soll helfen, dass unsere Zulieferer auch in entfernten Gegenden ordentlich mit Arbeitskräften umgehen.

Faire Handelsmodelle setzen genau hier an. Sie zielen darauf, die Wertschöpfung entlang der Lieferketten gerechter zu verteilen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu stärken. Fair-Handels-Organisationen ermöglichen es in der Landwirtschaft und auch im Gewerbe, verlässlicher zu planen, Rechte besser durchzusetzen und langfristige Perspektiven zu entwickeln. Statt kurzfristigem Preisdruck stehen partnerschaftliche Handelsbeziehungen im Mittelpunkt.

Im Weltladen können wir erklären, woher ein Produkt kommt, und erläutern unter welchen Bedingungen sich die HerstellerInnen organisieren. Auf dem Wochenmarkt ist es auch oft so. Wir finden, das sollte überall möglich sein. Darum sehen Sie beim Einkauf hin und fragen Sie die Händler: Wo kommt ein Produkt her, was wissen wir über die Produktionsbedingungen, haben wir eine Wahl, etwas anderes zu kaufen, wenn Preis oder Qualität nach Ausbeutung aussehen?