Der Gottesdienst für den Weltgebetstag kommt in diesem Jahr aus Nigeria und wird am 6. März 2026 in unzähligen ökumenischen Gottesdiensten gefeiert.
Wir nehmen den Weltgebetstag jedes Jahr zum Anlass, neue Waren in das Sortiment zu nehmen. Dabei kommt immer wieder die Frage auf, was in den Fairen Handel gehört und wem wir helfen wollen. Früher schien alles einfacher: Da rechnete man den kapitalistischen, fortschrittlichen Westblock, den sozialistischen, industrialisierten Ostblock und die Dritte Welt, die als unterentwickelt und hilfsbedürftig angesehen wurde. Heute wissen wir, dass es nicht so einfach ist. Es gibt auch in unserem Land Projekte, die Strukturförderung bekommen und auch in vermeintlich unterentwickelten Ländern gibt es große Industriebetriebe. Spätestens, wenn in Ländern wie Indien Armut und Raketenwissenschaft aufeinander treffen wird deutlich, dass genauer unterschieden werden muss.
Darum haben wir auch bei Nigeria – dem Land des diesjährigen Weltgebetstages – genau hingesehen. Es gibt teilweise starke Industrie und das Land spielt in der Region eine führende Rolle. Aber es gibt auch Bereiche, die gefördert werden müssen, um Schritt zu halten. Dabei geht es vorrangig um Selbständigkeit und Sicherheit: Im Konflikt zwischen Hirten und Bauern sollen alle zu ihrem Recht kommen und sich selbst ernähren können. Der Handel mit fernen Ländern spielt eine untergeordnete Rolle. Darum haben wir keine passenden Partner für den Fairen Handel mit Europa gefunden. (Weiterführende Infos z.B. über diesen Link)
Das ist aber kein Problem für uns und keines für Sie: Nach wie vor haben wir viele Projektpartner in aller Welt, denen wir helfen, im globalen Handel zum gemeinsamen Vorteil zu wirtschaften. Wenn alle diese mit dem konventionellen Handel konkurrieren könnten, hätten wir unser Ziel erreicht. Besuchen Sie den Weltladen, helfen Sie mit jedem Kauf, diese Welt ein bisschen besser zu machen.